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Ich hatte ja mit Produkt A in Markt X (gut zu erreichen und bislang meine Lieblingsabteilung) liebäugelt, aber da kam noch keinerlei Info bis jetzt, das war lediglich Wahrscheinlichkeitsrechnung von mir, dass die spätestens ab November eine Dauerpromo kriegen sollten.
Nun hatte ich schon ein Angebot der Agentur von Produkt B für Markt Y (ebenfalls ganz gut erreichbar und ganz nettes Personal, aber Abteilung so klein und eng) als festen Markt bis zum Ende des Weihnachtsgeschäfts. Da habe ich bislang nichts angenommen, da ja auch andere Möglichkeit spekuliert.
Jetzt war ich für 3 Tage ebenfalls für Produkt B im von mir bislang vollkommen unterschätzten Markt Z. Kannte den nur von vor Jahren vor Erweiterung, und ansonsten hatte ich eher Negatives über das dortige Betriebsklima gehört.
Nun hab ich aber (auch dank einer Sonderaktion) Produkt B sehr gut verkaufen können und ganz allgemein wohl einen super Eindruck hinterlassen. Sogar der Geschäftsführer hat mich gestern abend gefragt, wann er mich wieder im Haus begrüßen dürfe. Nun hätte ich durchaus nichts dagegen, weiterhin für Produkt B dort Promo zu machen, da es eine wirklich tolle Abteilung war.
Andererseits ist Produkt A eigentlich mein Leib- und Magen-Produkt, und in der benachbarten Abteilung mit ebenfalls sehr netten Mitarbeitern stehen Unmengen von A rum, mich hat es so richtig in den Fingern gejuckt.
Ich habe dann gesagt, dass ich sehr gerne wiederkommen würde, und falls B keine Weihnachtspromo dorthin vergeben sollte, dann gern auch für A.
Das Ende vom Lied: Marktleiter will einfädeln, dass der Außendienstler von A entsprechend kontaktiert wird.
5 Minuten später dann noch den Haupt-Verkaufsleiter im Büro gesehen, der auch in der B-Abteilung mitgearbeitet hat gestern. Dieser teilte mir dann mit, dass er mich auch gerne weiterhin da hätte und den Außendienstler von B dann entsprechend kontaktieren wolle - ich hab ihm dann gesagt, dass er das gern tun kann, habe ihn dann aber auch auf die A-Geschichte hingewiesen.
Bei A hätte ich passables Fixum, bei B niedrigeres Fixum plus Provi.
Was soll ich bloß tun? Wer zuerst anruft, mahlt zuerst? Mich klonen?
Oh Mann, wir haben grad mal Anfang Oktober, und da kommt man allein bei den Stammagenturen schon so ins Schwimmen! Noch nicht eingerechnet die ganzen Ab-und-zu-Agenturen, die zum Weihnachtsgeschäft hin auch wieder anrufen, und die, wo ich mich über Promotionbasis noch bewerben könnte.
Also, um mal den ganzen Neueinsteigern Mut zu machen: ich bin zwar jetzt schon ein paar Jahre dabei. Aber im Weihnachtsgeschäft sind die Chancen so gut wie nie. Da gibt es für jeden was, sofern man sich beim Arbeiten nicht allzu blöd anstellt. Und sehr, sehr viele Jobs gibt es wirklich in der Unterhaltungselektronik. Muss man mögen, aber da ist die Auswahl der Produktgruppen ja auch nicht klein, und man kann für Drucker, Laptops, Fernseher, Kaffeemaschinen, Navis, Spielekonsolen ... sollte sich eigentlich jeder mit irgendwas identifizieren können.
Aber so wie ich das mitbekommen habe, wollen die alle bei der Unterhaltungselektronik-Branche u.ä. viel Erfahrung als Voraussetzung...ohne geht schlecht sich zu bewerben..
Ist wie bei "normalen" Stellenangeboten auch: die schreiben alles rein, was sie sich natürlich wünschen.
Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Und erstens gibt es Schulungen, zweitens merken spätestens Anfang Dezember die Agenturen, dass die erfahrenen Promoter alle schon anderweitig gebucht sind.
Aber als ich mit Druckern angefangen habe, hatte ich noch fast gar keine Promo-Erfahrung (und mein Druckerwissen beschränkte sich auf anderthalb Jahre Besitz eines Druckers eines anderen Herstellers). Und als ich (das erste Mal) mit Fernsehern angefangen habe, hatte ich nur meine Druckererfahrung und ganz seichtes Wissen über die Abläufe in Elektrofachmärkten.
Vielleicht ist einfach Folgendes wichtig: man sollte nicht auf den Mund gefallen sein, aber auch nicht besserwisserisch, man sollte Benehmen an den Tag legen und sich im Markt nicht gehen lassen, man sollte wissbegierig und serviceorientiert sein - und verkaufsorientiert natürlich auch! Damit hat man schon mal gute Chancen, nicht direkt wieder aus dem Markt zu fliegen. Die wichtigsten fachlichen Details kann man bei einer Schulung aneignen. Dass man dann, wenn das Produkt neu für einen ist, am ersten Tag erstmal mit 'nem Brett vorm Kopf im Markt steht, ist normal.
Aber meine Meinung: einfach aufgrund des hohen Bedarfs im Weihnachtsgeschäft ist die Chance, den Einstieg zu finden, so gut wie nie. Und wer sich da bewährt und sich die ersten Aufträge fürs nächste Jahr sichern kann - nicht verzweifeln beim üblichen Februar-Loch - der hat's geschafft!
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