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Studiengebüren

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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2003 - 19:05

Studiengebüren
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Hallo an alle Studenten, die sich wie ich mit Promotionjobs das Studium finanzieren Neutral Wie Ihr bestimmt gehört habt kommen nächstes Jahr Studiengebühren auf uns zu argh argh argh argh argh
Ich bin ab dem WS 2004 dran Sad ...Ist jemand von Euch auch davon betroffen?
LG Lilka
_________________
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Gast






BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 3:41

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kopfschüttel ich werd schon im Sommersemester löhnen dürfen! Sad
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Gast






BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 10:53

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ich finde studierngebühren durchaus gerechtfertigt (*duck) wenn sie korrekt erhoben werden und die daraus gesammelten Mittel an der Uni verbleiben.

Sicherlich ist es so dass die Uni unterfinanziert wird, keine Frage, ABER man sollte auch sehen dass das Geld täglich dort verbrannt wird.

1) Zusendung der Scheine per Post. Als ob man sie sich auch nicht selber abholen kann. Wer sie trotzdem per Post haben will, kann ja einen frankierten Umschlag beilegen. Die Uni sollte nicht pauschal für jeden Student pro Klausur 55 cent blechen müssen.

2) Die ganze ******* Wahlwerbung zum StuPa. 15 Listen träten an, wovon 10 die Weltrevolution Planen, Schill hassen, oder Bambule unterstützen wollen.

Alles Geldverschwenung, ich kann noch mehr Beispiele nennen.


Wenn ich mir mal meine Mitkommilitonen ankucke, behaupte ich mal dass davon höchstens 75% ernshaft studieren. Der Rest ist nur immatrikuliert weil er nix besseres zu tun hat, oder BWL einfach nur cool ist. Diese Leute verschwenden die vorhandenen Ressourcen und dafür zahlen wir alle. Oder Leute die nur noch wegen den Semesterticket über 20 Semester immatrikuliert sind. Warum sollen wir durch unsere Steuern sie finanzieren?

Ich fände Studiengebühren durchaus gerechtfertigt, um solche Bummelstudenten abzustrafen. Dann wären die Vorlesungen nicht so überfüllt und man könnte sogar auch mal was mitbekommen. Wer von euch musste denn schon nicht auf der Treppe sitzen, nur weil einige liebe ihre Morgenpost in der Vorlesungen lesen möchten und man keinen Platz kriegt?

Man kann auch nicht vergessen dass der Staat pleite ist, er gibt es nur nicht zu. Sprich man kann nicht erwarten dass der Staat mehr Geld in die Bildung investieren wird, das wäre utopisch. Wer also mehr Geld haben will, der soll mir auch mal einen finanzierungsvorschlag nennen.

Studiengebühren wären durchaus gerechtfertigt, wenn sie an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Im Grundstudium z.B. wäre es reine Geldverschwendung. Das Hauptsstudium müßte finanziert werden, damit man da schnell durchkommt und was gutes lernt. Und die paar tausend Euronen Studiengebühren werden wir schnell abbezahlt bekommen wenn wir gut ausgebildet sind und dann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Ich denke 500 € pro Semester würden niemanden umbringen (wenn man bedenkt dass man auch Bafög und Kindergeld noch als Student kriegen kann), und wenn man 10 Semester studiert, könnte man die 5000€ Studiengebühren sicherlich relativ leicht abbezahlen im späteren Berufsleben. Wenn das ganze noch als Zinsloses Darlehen finanziert werden könnte, wäre es ideal.

Ich bin bereit für eine gute Bildung etwas zu bezahlen. Denn später werde ich das Geld wieder verdienen. Es ist einfach nur eine investitition die sich später bei den Studenten, die wirklich was für ihre Bildung tuhn, relativ leicht ammortisieren wird
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Anna_Promo
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.06.2003
Beiträge: 682
Wohnort: Germering

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 11:15

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Wladi, du vergisst aber, dass wir eigentlich in nem Sozialstaat leben und ein Recht auf Bildung haben!
Das is doch gerade mal ne tolle Errungenschaft, dass eben auch die sozial Schwachen studieren können und nicht immer nur die Kinder reicher Eltern eben auch wieder die Reichen werden ( übertrieben ausgedrückt).
Und der Staat ist nicht nur pleite der ist über - pleite, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht im Entferntesten ein warum dass dann die Bürger ausbügeln sollen.
Wenn ein Privat - oder Geschäftsmann Scheiße baut und Schulden macht, hilft ihm da doch auch keiner aus der Patsche!
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Gast






BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 11:51

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Zitat:
Ich denke 500 € pro Semester würden niemanden umbringen (wenn man bedenkt dass man auch Bafög und Kindergeld noch als Student kriegen kann), und wenn man 10 Semester studiert, könnte man die 5000€ Studiengebühren sicherlich relativ leicht abbezahlen im späteren Berufsleben


Hm Sicherlich kann man im späteren berufsleben (Job vorausgesetzt) diese 5000 € gut abbezahlen, die Problematik liegt nur darin, das die Studiengebühren mit der Einschreibung fürs Semester fällig werden, das heisst du zahlst keine z.B. 200 € mehr (incl Semesterticket) sondern 700 € jedes Semester. Da wir aber alle wissen, wie eng die Finanzen bei Studenten sind ( ausser sie sind von Nebenberuf Sohn/Tochter) sind Studiengebühren tödlich für eine Bildung, die Fähige fördert und der Schlüssel für eine Klassengesellschaft. Das mag jetzt sehr "Zeckenhaft" klingen, ist es aber nicht, sondern nur konsequent weiter gedacht.
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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 12:32

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@Wladi
Kann das sein, daß Du keine Ahnung hast???????????????? argh
Erstens: wieso gehört dieses Thema nicht hierhin??
Ich denke, daß es genug Studies hier gibt, die sich an dieser Diskussion beteiligen!
Zweitens: Ist Dir eigentlich klar, daß nicht alle Studies das Bafög bekommen?
Drittens: Schon mal in der Uni gewesen? Weißt Du denn, wie es da abläuft?
Viertens: Schon mal in finananziellen Nöten gewesen? Wenn ja , dann müßtest Du wissen, daß 500 Euro( in Aachen werden es 770Euro sein) ganz schön viel sind!!! Die muß man nämlich extra auftreiben...und man möchte ja auch wohnen, essen, was zum Anziehen haben..und Zeit zum Lernen haben...
Fünftens: Es ist total unfair Studiengebühren für Studenten einzuführen, die bereits studieren und vor dem Studium nicht wußten, daß sowas auf sie zukommen wird!
Denk nochmal darüber nach yo
_________________
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Anna_Promo
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.06.2003
Beiträge: 682
Wohnort: Germering

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 13:35

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Also,
ich muss Lilka zustimmen : nicht alle kriegen Bafög ( ich z.B. studier zwar noch nicht aber werde auf keinen Fall Bafög kriegen), und zwar deshalb weil die Eltern "zuviel" verdienen. Und man davon ausgeht dass die dann ihre Kindern das finanziell ermöglichen.
Was aber nicht alle tun! Ich mein selbst wenn man theoretisch Anspruch drauf hätte, könnte man ja seine Eltern darauf verklagen aber wer würde das schon ernsthaft tun?

Aber in nem anderen Punkt muss ich Wladi verteidigen, Lilka: Er war schon öfter an ner Uni weil er studiert BWL ( im 3.Sem.).

Ich find aber auch echt dass uns Studiemgebühren zu ner Klassengesellschaft bringen würden!!
Das wär mal n richtig gekonnter Rück- statt Fortschritt!

Denke mal sich neben dem Studium zu finanzieren ist so schon schwer genug ohne dass es Studiengebühren gibt...soll dann als nächstes das Gymnasium als "HÖhere Schule" auch Geld kosten ?Wo führt das denn hin...auf direktem wegen zu einer Wohlstandsgesellschaft erster Güte!

Finds völlig unangebracht, egal ob für Studente die schon studieren oder erst anfangen werden ( so wie ich).

Und warum gehört das thema nicht hierher , Wladi? Des versteh ich auch net...ist ja net Promo - related und passt deswegen woanders erst recht net rein!
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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 14:50

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@Anna
Ich habe absichtlich gefragt, ob Wladi das Unileben schon mitbekommen hat...mir geht es dabei um gestrichene und nicht wiederbesetzte Professorenstellen ergo überfüllte Seminare, der Stoff wird nicht ausführich genug behandelt...dadurch fallen einige durch(ist mir auch schon passiert)...häufig ist es auch so, daß diese Veranstaltungen (Pflichtveranstaltungen) nur einmal im Jahr stattfinden...klar gibt es auch viele faule Studenten...aber dafür müssen doch nicht alle bezahlen, oder???
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Anna_Promo
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 14.06.2003
Beiträge: 682
Wohnort: Germering

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 16:50

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Ja so studiengebühren ab dem 12. Sem oder so für " Bummelstudenten" ist natürlich wieder n ganz anderes Thema...
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promotionbasis
Site Admin


Anmeldungsdatum: 06.12.2002
Beiträge: 1787
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 18:10

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also nur meine bescheidene meinung: ich finde studi-gebühren nicht wirklich schlecht, da sie die pseudo-langzeitstudis abschrecken. wohlgemerkt, es geht hier nicht um die bildungsarmut von finanziell schwachen menschen oder dergleichen, sondern einfach, wenn das system wohlausgewogen ist, und vor allem o.g. langzeitstudis abschreckt.

denn ein bildungsstaat, wie hier deutschland gerne bezeichnet wird (das land der denker und dichter), zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass irgendwann einmal 90% studiert haben, sondern vor allem, in welcher zeit, oder mit welchem alter ein entsprechender abschluss gemacht wird.

so long,
arne
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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 18:48

Antworten mit Zitat  

Ich selbst habe meine Regelstudienzeit überschritten...und das nicht, weil es mir so gefällt, sondern weil ich 3 Semester nur gearbeitet habe, um mich finanzieren zu können... Neutral..und warum ist das ein anderes Thema?..es ist genauso unfair...
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Gast






BeitragVerfasst am: 19 Dez 2003 - 21:36

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Dies ist jetzt meine persönliche Meinung, ich poste jetzt nicht als Mod!

Anna_Promo hat Folgendes geschrieben:


Und warum gehört das thema nicht hierher , Wladi? Des versteh ich auch net...ist ja net Promo - related und passt deswegen woanders erst recht net rein!


Ok, da hab ich überreagiert, ich entschuldige mich, das Thema ist passend
und mein Kommentar unpassend.



lilkar hat Folgendes geschrieben:
@Wladi
Kann das sein, daß Du keine Ahnung hast???????????????? argh


So würd ich das nicht sagen liebe Lilka

lilkar hat Folgendes geschrieben:
Zweitens: Ist Dir eigentlich klar, daß nicht alle Studies das Bafög bekommen?


Ja dies ist mir klar. Ich selbst habe 2 Semester lang 45 € Bafög bekommen und deshalb es nicht verlängert. Deshalb sollte es zu Studierngebühren ein zinsloses Darlehen gewährt werden, was man nach seinem Abschluss abzahlen kann.

lilkar hat Folgendes geschrieben:
Drittens: Schon mal in der Uni gewesen? Weißt Du denn, wie es da abläuft?


Nein, ich tuhe nur so

lilkar hat Folgendes geschrieben:
Viertens: Schon mal in finananziellen Nöten gewesen? Wenn ja , dann müßtest Du wissen, daß 500 Euro( in Aachen werden es 770Euro sein) ganz schön viel sind!!!


Hmm, ich hab mir jede Mark selber erarbeitet, kriege kein Bafög, Ich - Ag, Taschen- oder Kindergeld.

Ich musste nie betteln, aber jede Mark ist hard verdient, und zwar mit unterbezahlter körperlicher Arbeit.

lilkar hat Folgendes geschrieben:
...und man möchte ja auch wohnen, essen, was zum Anziehen haben..und Zeit zum Lernen haben...


Das ist natürlich verständlich, wer möchte das nicht. Bedenke aber bitte auch, dass auch die Leute die Steuern und Sozialabgaben zahlen dies machen möchten, warum müssen diese Leute dein Studium finanzieren?

lilkar hat Folgendes geschrieben:
Fünftens: Es ist total unfair Studiengebühren für Studenten einzuführen, die bereits studieren und vor dem Studium nicht wußten, daß sowas auf sie zukommen wird!


Sicherlich ist sowas nicht schön, aber auf der anderen Seite ist sowas ja auch eine Motivation dein Studium schnell durchzuziehen. Wen würdest du als Arbeitgeber bei gleicher Qualifikation einstellen, jemanden der 10 oder jemanden der 16 Semester gebraucht hat?

Du musst aber auch bedenken, dass du einen Vorteil erlangt hast durch das studieren. Sei es in Form von Kenntnis, Semesterticket, bessere Berufschanzen, später höheres Gehalt, .....

lilkar hat Folgendes geschrieben:
Denk nochmal darüber nach :yo


Gesagt getan. Ich muss aber trotzdem sagen, dass dein ganzer Post erstens ein paar überflüssige Kommenater enthielt (siehe erstens, zweites und drittes Zitat) und zweitens nur gesagt hat, dass die Situation sch... ist. Das kann ich sehr gut verstehen, auf diesen Punkt können wir beide uns gerne einigen. Sicherlich gibt es einen Zielkonflikt zwischen Finanzbedarf der Uni mit den tatsächlich zur Verfügung gestellten Mitteln.

Wie lösst man dieses Problem)

Alternative A)

Studiengebühren. Wer die Leistung der Uni in Anspruch nimmt, bezahlt auch dafür. Man investiert praktisch in die eigene Bildung und ammortisiert diese Kosten über seine höheren Verdienste nach dem Studium. Bummelstudent die Volkswirtschaftlich gesehen den Gesamtgesellschaftlichen Wohlstand mindern, müssen die öffentlichkeit dafür entschädigen.

Alternative B)
Die öffentliche Hand bezahlt die Bildung. Dies ist ja alles schön und gut, denn wir müssen nix bezahlen und den armen Student bleibt mehr Geld.
Aber tut es dass wirklich? Überleg doch mal woher das Geld kommt?
Der Staat ist pleite, er hat daher nur 3 Möglichkeiten mehr Geld in die Bildung zu investieren

1) Er erhöht die Steuern. Dann zahlst du in deinem späteren Berufsleben eh wieder, weil dir dann weniger Netto vom Brutto bleibt, du höhere Gewerbesteuern entrichten musst, und die indirekten Steuern in die Höhe schiessen.

2) Er reduziert seine Ausgaben. Auch ne gute Idee. Aber du siehst ja gerade wie Groß der Aufschrei ist, wenn man mal den Rentner eine Nullrunde gönnt, die Pendlerpauschale und die Eigenheimzulage kürzt. Sprich du hättest dann eh weniger in der Tasche, da Bafög gekürzt werden würde, die Mensasubvention wegfiel oder andere Transferleistungen dir nicht mehr zur Verfügung stehen.

3) Der Staat verschuldet sich. Dies ist auch zulässig um laufende Etat zu finanzieren. Über die langfristigen Folgen der Schuldenmacherei siehe meine Ausführungen zu Punkt 2 und 3

Lilka, wie du schon erwähnt hast, hast du die Regelstudienzeit überschritten, daher solltest du schon relativ weit in deinem Studium sein.

Daher hör auf einfach nur Forderungen zu posten und zu sagen, dass alles unfair ist. Mach doch mal einen seriösen Finanzierungsforschlag.

Ich weiss, dass der Staat pleite ist, ich später keine Rente mehr bekomme. Gerade aus diesen Grund wäre ich bereit in meine Ausbildung zu investieren, da sie mir Vorteile in meinem Leben verschafft.

Mein Gerechtigkeitssinn empfindet es auch mehr als gerecht, dass derjenige für eine Leistung zahlen sollte, der sie auch in Verfügung nimmt.

Es kann nicht einfach sein, dass jeder etwas haben will, ohne je was einzubezahlen. Ich sehe es nicht ein, dass die Hochschulen nur durch Steuern finanziert werden müssen. Rate doch mal warum sie so hoch sind, und warum gerade es den unteren Klassen schlecht geht, wenn ihnen so wenig Netto vom Brutto übrig bleibt.

Ich sehe es nicht ein, dass eine Kassiererin mit 1300 € Bruttogehalt mir meine Hochschulausbildung durch ihre Steuern finanzieren muss, wovon sie keine Vorteile hat.

Gerade aus diesem Grund, war ich diesem Thema am Anfang etwas skeptisch, weil es hochgrandig emotional geführt wird.

Ich habe aber meine Meinung in diesem Forum öfters gesagt, dass es mich ******* wenn ich nur lese dass man Leistungen von Vater Staat erwartet ohne sich je gefragt zu haben, wer dieses einzahlt.

Ich hoffe dass sich niemand durch meine Post beleidigt fühlt. Dies ist nicht der Sinn und Zweck dieses Forums. Ich möchte nur sagen, dass irgendjemand die Leistungen auch bezahlen muss, die jeder für selbstverständlich hält. Ich bitte euch dies bei euren Kommentaren zu überdenken.

Sicherlich habe ich diesen Post extrem provokant geschrieben, deshalb auch die Warnung dass es sich um meine persönliche Meinung handelt und dies nix damit zu tun hat, dass ich Mod hier bin.

Bitte schreibt mich per ICQ oder PM an, wenn ihr etwas zu meinem Kommentar sagen möchtet, und Lilka nimm es mir bitte nicht böse, aber dein Kommentar war wirklich unpassend.
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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20 Dez 2003 - 1:16

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Lieber Wladi!
Ich denke, daß wir nicht auf einen Nenner kommen werden...ich fand meinen Kommentar zwar hart aber sehr wohl passend...wie es aussieht befinden wir uns in zwei verschiedenen Lebens- und Studiensituationen...die man meiner Meinung nach nicht vergleichen kann...was die Finanzierung und Steuergeschichte angeht: ist das nicht ein Kreis, der sich schließt?..Jeder zahlt irgendwann Steuern..ob man will oder nicht..das fängt schon beim Einkaufen an..Hiermit werde ich meinen Dialog mit Dir beenden und auf die Punkte, die Du aufgeführt hast nicht explizit eingehen..Tut mir leid..aber es ist mir zu anstrengend..und würde letztlich zu nichts führen..
Schönen Abend noch!
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BeitragVerfasst am: 20 Dez 2003 - 2:09

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Naja, aber manchmal verläuft das Leben auch etwas blöd und nicht planbar, dann können einem die Studiengebühren ganz schön reinhauen!

Ich z.B. habe noch bei meiner Mutter gewohnt und war froh und dankbar. Wir haben vor Jahren kurz vor meinem Abi bei Null anfangen müssen, nachdem mein Vater mit Schulden verstorben war. Ressourcen, um mir bei einem Auszug Sicherheit zu geben, waren nie da. Und nachdem mir dann verschiedene Jobs aus verschiedensten Gründen gekündigt worden waren, war ich in dem Punkt sehr vorsichtig, hab mich dann entschieden, jobtechnisch mein eigener Herr zu sein.
Ich habe Halbwaisenrente und Kindergeld bis zu meinem 27. bekommen und wollte danach dann mehr arbeiten gehen. Was passiert? Meine Mutter stirbt an Krebs, und meine finanzielle Planung ist futsch. Ich gehe jetzt dieses eh schon kaputte Semester total viel arbeiten, um die auf einmal auf mich zugekommenen Kosten für Miete etc. aufbringen zu können, und zusätzlich muss ich ja auch noch die 650 € aufbringen, sonst werde ich nach 15 Semestern exmatrikuliert.
Meine Vorräte sind schon "weggeknabbert". 100 € pro Monat sind da also schon nicht grad wenig. Vor allem, wenn man unmittelbar vor dem Examen steht und sich reinhängen muss.
Warum hat es bei mir solange gedauert? Zum Teil private Probleme, die mich in meiner Motivation zurückwarfen, dann das Engagement in einer studentischen Initiative und nicht zuletzt mein anderthalbfacher Studiengang: Latein/Deutsch Lehramt und Deutsch/Allgemeine Sprachwissenschaft und Sprachliche Informationsverarbeitung auf Magister. Als ich mich dafür entschieden habe, auf dieses Doppelstudium umzuschwenken, standen Studiengebühren hier in NRW nicht zur Debatte. Aufgeben wollte ich es nicht, weil mir die Fächer Spaß machen. Aber leider sind gerade Latein und Informationsverarbeitung extrem arbeitsintensiv. Da ist es nicht damit getan, sich in der Vorlesung eintragen zu lassen und ansonsten nur mal eben die Skripte einer Mitschriften-AG (gibt es bei uns in Köln für BWL etc.) durchzuarbeiten. Da ist stundenlanges Übersetzen und Programmieren angesagt, der Arbeitsaufwand ist im Gegensatz zu meinen anderen Fächern, wo er "normal" ist, echt überproportional. Dann dauert das Studium nun mal länger, wenn man arbeiten geht, bzw. man geht weniger arbeiten, weil das Studium viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ich werde aber - wenn auch zum Teil durch Schicksal - im Grunde gezwungen, mich direkt vor dem Examen zumindest für einen Teil zu exmatrikulieren, Jahre der Arbeit, die umsonst gewesen sein sollen? Da hätte ich mein Studium auch auf schmalerem Niveau in 8-9 Semestern durchziehen können, ich wollte aber als Geisteswissenschaftlerin breitere berufliche Möglichkeiten haben.

Soviel zu meiner persönlichen Situation - ich denke mal, ich bin da kein Einzelfall!
Prinzipiell stehe ich Studiengebühren aber auch nicht ablehnend gegenüber, sofern sie wirklich zweckgebunden sind.
Aber ich bin der Meinung, dass es auf jeden Fall Möglichkeiten geben muss, sie erst nach dem Examen zu zahlen. Wenn das Studium was gebracht hat und man gut verdient, ist das legitim, etwas zurückzugeben. Ok, "richtige" Langzeitstudenten werden dann natürlich nie ans Zahlen kommen, aber ich denke, für die paar schwarzen Schafe ist dann auch eine Einzelfallprüfung möglich, in der sie z.B. nach 16 Semestern belegen müssen, was sie im Studium bereits erreicht haben, und wo man je nach Stand eine "Deadline" festlegt, nach der gezahlt werden muss, oder man wird exmatrikuliert.
Und vor allem sollte man bereits VOR dem Studium wissen, was einen erwartet! D.h. wenn man davon ausgeht, dass es Mitte 2002 hieß, sie werden in NRW eingeführt, dass nur die Studierenden einmal davon betroffen sein werden, die sich im Herbst 2002 und danach eingeschrieben haben.
Ich war damals bereits im Hauptstudium, da schmeißt man die Planung nicht noch mal komplett um!
Mit genügend Vorlaufzeit, wenn man weiß, was einen erwartet, sind Langzeitstudiengebühren vertretbar. Aber man kann nicht als Gesetzgeber hingehen und sagen: so, nächstes Jahr zahlst du, und zwar kräftig! Gewisse Studiengänge, in denen die Seminare aufeinander aufbauen, lassen sich nicht kurzfristig beschleunigen ... wohl aber macht man mit so etwas so manchem Menschen seine Lebensplanung kaputt und stiehlt ihm wertvolle Zeit seines jungen Lebens.

Aber ich werd jetzt echt mal schauen müsen, wie ich damit klarkomme, werde mich mal vom Asta beraten lassen, ob es da Möglichkeiten gibt!
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violator
Alter Hase


Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 826
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20 Dez 2003 - 10:47

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Hallo Sunny!
Das ist ja wirklich ein harter Schicksalsschlag! Es tut mir sehr leid für Dich!
Ich kann Deine schwierige Situation sehr gut nachempfinden...jedoch besteht nach dem, was Du erzählt hast die Möglichkeit, daß Dir die Gebühren gestrichen werden Smile ...schau doch mal bei google unter "Studiengebühren" nach...und klick dann direkt den ersten Beitrag an...
Deine Eintellung den Gebühren gegenüber kann ich nur unterstützen...auch ich fänd es sinnvoller wenn sie erst nach dem Studium bezahlt werden, dann hätte man nicht ständig diese Existenzängste...
LG Lilka
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